Was Manager vom Leistungssport lernen können

Kampfsport für Führungskräfte – Ein Konzept für die Leistungsträger in der Wissens- und Informationsgesellschaft

Zeit-, Leistungs- und Erfolgsdruck, ständiger Stress, Depressionen und Burnout – Schlagworte unserer modernen zivilisierten, hoch-technologisierten Welt, über die wir immer öfter hören und lesen. Schlagworte, über die Mitarbeiter oder gar Führungskräfte nicht reden, aber oft stark darunter leiden.

Beruflich gesehen sind wir Hochleistungssportler im Dauereinsatz. Nur mit dem Unterschied, dass wir in unserer Wissens- und Informationsgesellschaft hauptsächlich unsere intellektuellen und mentalen Kräfte mobilisieren, unseren Körper dabei mehr und mehr vernachlässigen.

Ein nie dagewesener technischer Fortschritt hat uns in kürzester Zeit in eine Gesellschaft hineinkatapultiert, in der Körper und Geist erst gar nicht die Chance hatten, sich den veränderten Lebensbedingungen anzupassen. Genau darauf aber ist unser Organismus seit Millionen von Jahren programmiert. 

Ein Leistungssportler würde bei dieser einseitigen Gewichtung auf Leistung und Technik nicht lange durchhalten. Die Folge: „Das fein abgestimmte Konzert zwischen Körper, Geist und Emotionen ist gestört.“

Wir Menschen sind dafür konzipiert, täglich 10 bis 20 Kilometer zu Laufen.  Aber statt uns zu bewegen, werden wir bewegt – im Auto, im Flugzeug, im Aufzug, in der Bahn. Den Rest der Zeit verbringen wir meist wiederum sitzend – vor dem Computer, in Meetings oder abends vor dem Fernseher. Den gefühlten Zeitverlust versuchen wir durch Essen-im-Laufen oder gar kein Essen aufzuholen. Müdigkeit und Energielosigkeit überlisten wir durch viel Kaffee, High-Performer greifen gern mal zu Medikamenten und Drogen, um sich „fit“ zu halten.

Was moderne Manager über den Erfolgsfaktor „Mensch“ wissen müssen

Dabei haben wir verlernt, unser eigenes ausgeklügeltes Power Repertoire an körpereigenen „Drogen“ zu aktivieren. Serotonin, Dopamin und Endorphin sind nur einige von vielen, die erheblich zu unserem Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Motivation beitragen – und dabei komplett ohne Nebenwirkungen sind.

Genau diese aber werden durch zu viel sitzen oder ohne ausreichende Erfolgserlebnisse kaum mehr produziert, schlimmer noch – durch zuviel Adrenalin sogar vernichtet. Adrenalin wiederum überflutet in Stresssituationen, neben vielen weiteren Stresshormonen, Glucose und Fett unseren ganzen Körper, wird aber aufgrund mangelnder Bewegung nicht ausreichend und schnell genug abgebaut und bleibt so langfristig im Körper erhalten.

Die Steinzeit sitzt uns in den Genen 

Diese Wirkungskette gilt es zu durchbrechen. Denn – unter Stress ausgeschüttete Hormone und Fette setzen sich auf unsere Synapsen und blockieren damit die Informationsweiterleitung in unseren neuronalen Netzwerken. Diese neurowissenschaftliche Erkenntnis liefert quasi die „mechanische“ Erklärung für Denkblockaden und mentalen Leistungsabfall. Damit einher geht dann bei vielen Leistungsträgern die Angst des Versagens.

Da helfen auch keine Managementbücher und „Think positive“-Parolen mehr.

Das Gehirn aber ist für uns Wissensarbeiter die wichtigste „Maschine“. Stellt sich die Frage: Wie würde ein Produktionsleiter reagieren, wenn nur eine seiner Maschinen hüstelt, „verstopft“ oder heiß gelaufen ist?

Unser Körper schreit nach Bewegung, aber wir hören nicht hin

Fast alle Teilnehmer meiner Seminare, die ich sowohl für Managerinnen, Manager und Führungskräfte in Unternehmen, als auch für Studentinnen und Studenten an Hochschulen – zur Vorbereitung auf ihre Rolle als zukünftige Führungskräfte – halte, behaupten, sie hätten zu wenig Zeit für Sport und Ausgleich – und vergessen dabei: 

„Führung beginnt bei uns selbst!“

Genau das ist aber die Kernfrage vieler Teilnehmer: 

  • Wie finde ich zurück zu Selbstbestimmung, innerer Stärke und Souveränität? 
  • Wie schaffe ich es, mich zu motivieren und zu fokussieren?

Als Leistungssportler habe ich sehr viel über Führung, Motivation und Resilienz (in der Sportpsychologie der Prozess der Willensbildung zur Überwindung von Handlungsbarrieren) gelernt.

Dieses Wissen habe ich mit meiner mehr als 25-jährigen Erfahrung als Berater, Coach, Trainer und Führungskraft verknüpft und habe unter dem Motto „Kraft – Energie – Leistung“ ein Konzept entwickelt, in dem Analogien aus dem Leistungssport und aus der Philosophie der Asiatischen Kampfkünste auf berufliche und private Aufgaben und Situationen übertragen werden.

Meine Mission:

Die Balance wiederherstellen – Die eigene Körperintelligenz entdecken und das volle Potential entfalten.